Im Zuge des Wechsels von Windwos zu Mac steht man zwangsläufig vor der Frage, mit welchen Programmen sich die Aufgaben erledigen lassen, die man unter Windows mit Office und Co. gewöhnt war.
Ich möchte hier nicht alle Alternativen zu Windows-Versionen vorstellen, sondern die, die für mich funktioneren.
Hier kann man zwischen Thunderbird, Revolver Mail, hundert anderen und dem mitgelieferten Apple Mail wählen.
Apple Mail:Ich habe mich für Mail wegen des nativen “Mac”-Gefühls, der wirklich unglaublich guten Suche und der Möglichkeit, mittels “intelligenten” Mailboxen, Ordnung in die tägliche Mail-Flut zu bekommen. So sortieren sich automatisch Newsletter genauso automatisch in den passenden Ordner ein, wie Reports, Mails von/an bestimmte Verteiler usw. Vorbei die Zeit, zu der man jede Mail per Hand (oder Regelassistent) in die entsprechenden Ordner verschoben hat. Auch sehr praktisch: Apple Mail erkennt recht zuverlässig Adressen und Datumsangaben und bietet an, dieser per Klick ins Adressbuch bzw. in den Kalender aufzunehmen. Mir ist jetzt nach beinahe einem Jahr bis auf die fehlende “Verfügbarkeits”-Funktion bei Einladungen nichts Wesentliches aufgefallen. Aber was wesentlich ist, darf jeder für sich entscheiden. Man warte aber auf “OS X Snow Leopard”, was volle Exchange-Unterstützung verspricht. Über den Kalender und das Adressbuch habe ich bereits geschrieben.
Revolver Mail bietet einige sehr interessante Funktionen für Team- und Projektarbeit (Zuordnung von Mails zu Projekten, Kommunikationsverlauf pro Adresse, Wiedervorlage), einen eingebauten Kalender und Tabs. Allerdings konnte ich außer POP2-Unterstützung kein IMAP oder gar Exchange finden. Sonst aber ein interessantes Stück Software.
Link: http://www.revolver.info/de/mail/index.php
Mozilla Thunderbird wurde bereits eingehend vorgestellt. Gutes Mailprogramm, kostenlos und per Add-Ons wie der Firefox individuell an die Bedürfnisse anpassbar. “Intelligente” Postfächer (also Ordner) wie bei Apples Mail bietet Thunderbird über sog. virtuelle Ordner an. Zusammen mit Sunbird, dem Mozilla-Kalender, der sich in Thunderbird integrieren lässt, und Verschlagwortung ein sehr brauchbares Tool. Bei mir leider ab und zu mal abgestürzt.
Eine interessante Alternative ist Postbox, die auf der Mozilla Thunderbird Technologie aufbaut, aber sich besser ins System integriert und Apples Adressbuch unterstützt. Derzeit noch eine kostenlose Beta.
Internet-Browser:
Da es keinen aktuellen Internet-Explorer für OS X gibt, ist das eine gute Gelegenheit, über den längst fälligen Wechsel zu einem anderen Browser nachzudenken – nun, zumindest, wenn man im Web surfen möchte. Bei OS X kommen Mozillas Firefox, sonst noch Opera und Safari in Betracht. Der mitgelieferte Safari 3 ist sehr schnell und Apple-typisch intuitiv zu bedienen und lässt sich mit ein paar Add-Ons auf Pimp My Safari erweitern, kann aber hinsichtlich der Auswahl an Erweiterungen nicht mit dem Firefox mithalten. Die vor Kurzem veröffentlichte Beta des Safari 4 wirkt viel versprechend:
- “Top-Sites”: Optisch ansprechende Übersicht häufig besuchter Seiten
- “Cover-Flow” – ähnliches Browsen durch den Verlauf
- “Tabs on top”: Wie beim Google Chrome sind die Tabs jetzt oben angeordnet.
- “Developer Tools”: Eingebautes Debugging, Geschwindigkeitsmessung, und co.
Daher für mich zwar derzeit wie unter Windows: Firefox, aber Safari 4 schaue ich mir jetzt mal genauer an….
Office
Für eingefleischte MS-Office Freunde gibt es das entsprechende Paket auf für OS X. Nachteil: die in vielen Firmen übliche Unternehmenslizenz gilt hier oft nicht – eine teure Neuanschaffung droht. Alternativ kann man das recht gut nutzbare und kostenlose OpenOffice.org nutzen, das die wichtigsten Funktionen ebenfalls bietet. Ein sehr guter Vergleich beider Pakete war in der c’t abgedruckt, Auszüge finden sich bei heise.de. Eine andere Möglichkeit bietet das iWork-Paket von Apple, welches in der aktuellen Version 79,-€. Laut Apple Webseit voll kompatibel zu MS-Office 2007. Derzeit nutze ich noch OpenOffice.org und bin soweit ganz zufrieden, die Bestellung für iWork 09 läuft aber bereits.
Linktipps:
Eine umfangreiche und informative Sammlung von Programmen findet sich auf www.apfelquak.de, andere Beiträge zum Thema “Switch”, dem Wechsel von Windows zu OS X bei Stadtreporter.net.







