Aufgrund eines Kommentars in einem Beitrag zur Aufgabenverwaltung mit Things und ActionMethod auf dem iPhone habe ich mir die App co.Taks von Codeoperator etwas näher angeschaut.
Preis
Zunächst einmal ist die App mit 4,99€ günstiger als der für diese Tools übliche Preisbereich. Zum Vergleich: “Things” kostet derzeit 7,99€, das sehr umfangreiche “OmniFocus” 15,99€ und die aktuell am Häufigsten gekaufte Aufgabenverwaltungs-App “Todo” ebenfalls 7,99€.
Design
Der erste Eindruck ist ganz ordentlich. co.Task versucht, die Menge an Eigenschaften, man einer Aufgabe zuordnen kann, auf dem Bildschirm übersichtlich unterzubringen. Jedoch empfinde ich die farbliche Gestaltung als schwierig, die Schriftgröße als eher zu klein. Geschmacksache. Design ist sicher nicht alles, gehört aber – vor allem auf dem iPhone – auch zum guten Gefühl dazu.
Funktionen
Der Funktionsumfang ist auf die wesentlichen Eigenschaften konzentriert. In der ersten Ansicht legt man Aufgaben an, weist diese dann Kategorien zu, vergibt auf Wunsch Prioritäten und Anfangs- und Fälligkeitsdatum und Status und fügt noch Notizen und Stichworte (Tags) zur Aufgabe hinzu.
Im Test habe ich Kategorien für Projekte und eine für private Aufgaben angelegt. Dies klappte sehr gut und intuitiv. Hilfreich fände ich hier, eine Default-Kategorie einstellen zu können, die beim Erstellen einer neuen Aufgabe schon vorausgewählt ist.
Gerne würde ich auch wie bei Things am Programmicon sehen können, welche Aufgaben noch offen sind bzw. aktuell anstehen. Dies ist bei Things praktisch gelöst, ähnlich zur Mail App sind hier die in der App festgelegten, noch offenen Aufgabentypen als Zahl zu sehen.
GTD
co.Task unterstützt den GTD-Ansatz über die aus meiner Sicht gut gewählten Status “nicht begonnen”, “in Arbeit”, “Erledigt”, “Wartet” und “Zurückgestellt”. Auf diese Weise kann man eine Vielzahl von Aufgaben sehr ordentlich verwalten, sie Kategorien, also Projekten zuordnen, deren Fälligkeit einstellen und mittels Status-Code GTD-mäßig organisieren.
Synchronisation
Mangels Verfügbarkeit eines Windows-Rechners konnte ich die Synchronisation mit Outlook nicht testen. Es gibt jedoch ein – noch – kostenloses Tool, den “Outlook-Connector”, mit dessen Hilfe man Aufgaben mit Outlook abgleichen können soll. Und ein sinnvoll eingesetztes Outlook kann, wie manchmal vergessen wird, eine sehr mächtige Aufgabenverwaltung abgeben. Für OS X bietet der Hersteller einen ebenfalls kostenlosen “iCal-Connector” an, der die Synchronisation mit iCal erlauben soll.
Fazit
Eine sehr ordentliche App zum Verwalten von Aufgaben auf dem iPhone mit einer derzeit noch kostenlosen Möglichkeit zur Synchronisation mit Outlook und iCal. Es muss sich zeigen, wie sich die App im Vergleich zu Tools wie Things, Omnifocus und dem aktuellen Platzhirsch Todo positioniert. Ein riesiger Funktionsumfang ist nicht alles – jedoch sind die sinnvolle Auswahl an Funktionen, intuitive Bedienbarkeit bei ansprechendem Design und effiziente Synchronisationsmöglichkeiten wesentliche Eigenschaften. Und zumindest beim Design kann und sollte co.Task aus meiner Sicht noch optimieren.
Empfehlung
Meine unverbindliche Empfehlung für eine effiziente Aufgabenverwaltung auf dem iPhone würde derzeit lauten:
1.) “Todo”: Die App besitzt einen ausgewogenen Funktionsumfang, ein ansprechendes Design, die Möglichkeit, mehrere Aufgaben auf einen Schlag umzuorganisieren, sowie die Möglichkeit der Synchronisation mit Outlook und Remember The Milk. co.Task hat aus meiner Sicht – vor allem mit der Synchronisation zu Outlook und iCal – Potential, hier aufzuholen.
2.) “Things”, wenn man einen Mac und die Mac-Applikation einsetzt. Über Things habe ich bereits hier geschrieben. In letzter Zeit ist es etwas ruhig geworden, der Hersteller hat laut eigenen Angaben sein Entwicklerteam vergrößert und Updates in naher Zukunft angekündigt.
Links
co.Task bei Codeoperator | co.Task im Appstore (4,99€)







